Die Habsburgen
FRIEDRICH VON HABSBURG, Erzherzog
Er wurde am 4. Juni 1856 in Gross-Seelowitz als einer Abkömmling der Teschener Habsburg-Linie
Der Abkömmling der Habsburger Soldatenlinie. Sein Großvater ist der Napoleon besiegender Erzherzog Karl, sein Vater ist Erzherzog Ferdinand, seine Mutter ist Erzherzogin Elisabeth, die Tochter von Palatin Joseph. Er hat entsprechend den familiären Traditionen eine militärische Beschulung bekommen. Er hat seine Offizierskarriere im Jahre 1871 bei den Tiroler kaiserlichen Jägern als Leutnant begonnen. Er hat in den Pressburger Infanteriebrigaden gedient, im Jahre 1879 wurde er als Oberst Inhaber des Regimentes. 1882 wurde er General, ab 1889 Generalleutnant und Kommandant des Pressburger 5. Korps. Franz Joseph Kaiser und ungarischer König hat ihn im Jahre 1905 für General der Infanterie, im Jahre 1907 Oberbefehlshaber des österreichischen Landeswehres, zuletzt im Jahre 1910 Oberbefehlshaber der Landstreitkräfte der gemeinsamen Armee ernannt. Am Anfang des ersten Weltkrieges wurde er der Oberbefehlshaber der österreich-ungarischen Armee, später im Rang eines Generalobers wurde er Oberbefehlshaber der Armee der Monarchie. Seine erfolgreichste und berühmteste Tat war, dass er im Jahre 1915 bei den Uzsoker Höhenweg die Eindrängung der russischen Armee verhindert hat. Seine Verdienste wurden in der Monarchie und auch im Ausland mit den höchsten militärischen und bürgerlichen Auszeichnungen anerkannt. In der Halbzeit des Krieges wurde er auf deutschem Einfluss abgelöst, beim Zerfall der Monarchie hat er schon mit seiner Familie in freiwilliger Verbannung in Pressburg, bzw. in Halbturn – heute in Österreich - gelebt. 1877 hat er Herzogin Isabel Croy-Dülmen geheiratet, deren Familie stammt aus dem Arpaden-Haus. Sie hatten 9 Kinder, nach acht Töchtern im Jahre 1897 ist ein Junge geboren, Herzog Albrecht, zum Dank für den Nachwuchs hat er die berühmte neogotische so genannte Votivkirche in Albertkázmérpuszta bauen lassen. Die Friedensverträge nach dem Weltkrieg und die neue Grenzen haben auch dieser Habsburg Linie die geerbten (Teschener und Béllyeer) Besitze entzogen, die Erzherzogsfamilie hat sich im Jahre 1922 im Magyaróvárer Besitzzentrum, im ehemaligen Offiziershaus eingerichtet. Das Gebäude wurde ständig erweitert, damals wurde der Arkadenhof, der heutige nordöstliche Stockgebäude gebaut. Erzherzog Friedrich hat sich auch für die Agrarwissenschaften und die Kunst interessiert. Sein Fachwissen wird durch die Ehrendoktortitel von verschiedenen ausländischen Universitäten bewiesen, sein Sohn hat die Magyaróvárer Wirtschaftsakademie absolviert. Die Förderung der Wissenschaften hat sich auch darin gezeigt, dass er die Sammlung des Wiener Albertinum, welches von seinen Vorfahren gegründet wurde, vergrößert hat, nach dem Weltkrieg hat er dessen numismatische Sammlung gerettet und später gepflegt.
Die Erzherzogsfamilie hat in der Stadt als Patronat der lokalen römisch-katholischen Kirche große Achtung genossen. Als „Der erste Bürger der Stadt” hat er an jedem bedeutenden Ereignis teilgenommen, er hat gute, persönliche Kontakte mit der lokalen Bürgerschaft ausgebildet, in seinem Alter ist er auf seinem Lieblingsbank herumgesessen und mit den Vorübergehenden unterhalten. Er ist in seinem Palast am 30. Dezember 1936 an Kreislaufstörung gestorben, an seiner Begrabung haben hochrangige europäische Leiter und der Gouverneur von Ungarn, Miklós Horthy auch teilgenommen. Seine Begrabung wurde von der Ungarischen Wochenschau aufgenommen. Seine Asche wurde im Kirchenkeller der St. Gotthard Pfarrkirche in der dafür ausgestalteten Habsburg-Gruft, neben seiner Frau zur ewigen Ruhe geleitet.
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